GT201402_Woche_3_4

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Gartentipps für die Wochen 3 und 4

 

 

Allgemein

Wartungsarbeiten im Außenbereich und an Werkzeugen: Jetzt ist genügend Zeit, um Zäune auszubessern und Gartenwerkzeuge zu reparieren. Wechseln Sie schadhafte Stiele aus und achten Sie darauf, dass die Länge der neuen Stiele Ihrer Körpergröße angepasst ist.

Sitzstangen auf Bäumen: Bringen Sie bei jungen, vor allem hochstämmigen Bäumen mit freiem Stand Sitzstangen an. Sie locken Greifvögel an, die Wühl- und Feldmäuse jagen, und verhindern gleichzeitig, dass sich die Großvögel auf der Triebspitze der Bäume niederlassen und sie abknicken.

Vogelhäuschen reinigen: Vergessen Sie nicht, das Futter-Vogelhäuschen einmal pro Woche zu reinigen. Andernfalls können sich Krankheiten ausbreiten oder es bleibt verdorbenes Futter liegen.

Schneedecken auf Kleingewächshäusern und Frühbeet: Befreien Sie das Kleingewächshaus von starker Schneelast. Das Gewicht von nassem Schnee kann Glasscheiben und Folien beschädigen. Zudem verdunkelt eine Schneedecke das Gewächshausinnere und beeinträchtigt somit die Anzucht von Gemüse- und Blumenpflanzen

 

Obst

Wenn das Wetter schön und frostfrei ist, kannst du mit dem Obstbaumschnitt beginnen. Bis zum Frühling, wenn die Bäume austreiben, sollte der Winterschnitt erledigt sein. Der Obstbaumschnitt ist nicht so schwierig, wie es oft behauptet wird, wenn du die wichtigsten Wachstumsgesetze kennst:

•  Ein kräftiger Rückschnitt führt zu weniger Fruchtbehang. Wenn man beim Baumschnitt stark „rangeht", verstärkt der Baum im kommenden Jahr sein Triebwachstum, denn er ist bestrebt das Verlorene zu ersetzen. Als Ausgleich dazu bildet er weit weniger Blüten und Früchte als sonst. Der Ertrag sinkt dann zwar, aber die einzelnen Früchte geraten dafür etwas größer.

•  Ein schwacher Rückschnitt dagegen fördert den Fruchtbehang. Der Baum „schießt weniger stark ins Kraut" und kann im Gegenzug seine ganze Kraft in der Blüten- und Fruchtbildung verausgaben. Der Ertrag steigt, aber die einzelnen Früchte bleiben kleiner.

•  Der Winterschnitt fördert das Sprießen von Trieben und Blättern, während der Sommerschnitt eher die Fruchtbildung begünstigt.

•   Kombiniert man nun diese Regeln, lässt sich die sogenannte Alternanz eines Baumes, d.h. in einem Jahr trägt er überreichlich, im nächsten fast nichts, in den Griff bekommen.

In den Jahren hoher Ertragserwartung schneidet man ihn also im Frühling stark zurück. Im nächsten normalerweise ertragsarmen Jahr nimmt man im Sommer nur Wasserschosser und nach innen wachsende Triebe heraus.

Wildverbiss vermindern: Wenn Sie Probleme mit Wildverbiss z. B. durch Kaninchen oder Mäuse haben, sollten Sie die beim Baumschnitt angefallenen Äste und Zweige liegen lassen, um die Tiere mit diesem Angebot von ihren gepflanzten Junggehölzen abzulenken.

Unterlagen bei Apfelbäumen: Achten Sie beim Pflanzen von Apfelbäumen auf die richtige Unterlage. Für Hochstämme empfehlen sich vor allem Sämlingsunterlagen sowie die stark wachsende Typenunterlage A2, für halbhohe Buschbäume M 25 und MM106, für kleine Baumformen die schwach wachsenden Typen M26 und M9.

Kompost im Beerenobst: Bei gefrorenem Boden lässt sich das Ausbringen von Kompost optimal und ohne Bodenschäden durchführen. Zum Einsatz kommen verschieden Grünkomposte, die von der Kommune oft günstig zu bekommen sind. In Weingegenden steht oft auch Trester als preiswerte organische Quelle zur Verfügung.

Gemüse

Feldsalat pflanzen: Im ungeheizten Gewächshaus oder auch Frühbeet können Sie die Zeit bis zu den ersten Aussaaten dazu nutzen, um Feldsalat zu pflanzen. Fragen Sie in einer Gärtnerei nach Jungpflanzen in Erdpresstöpfen. Auf diese Weise können Sie bereits im März die ersten Blattrosetten ernten.

Lauch schützen: Lauch ist nur begrenzt frosthart. Um Schäden durch starke Kahlfröste zu vermeiden, sollten Sie die Pflanzen auf dem Beet, aber auch im Boden eingeschlagene Stangen durch Auflagen von Vlies (zwei- bis dreilagig) oder Sackleinen schützen.

Ziergarten

Gehölze im Kübel schützen: Bei sehr tiefen Temperaturen können auch winterharte Gehölze in Pflanzkübeln im Wurzelbereich Schaden erleiden. Zum Schutz sollten kleinere Gefäße z. B. in eine Kiste mit trockenem Laub gestellt werden. Größere Kübel umhüllt man mit Luftpolsterfolie oder Sackleinen. Achtung: Auch im Winter muss der Wurzelballen feucht gehalten werden. Das ist besonders wichtig bei immergrünen Pflanzen.

 

Licht für Zimmerpflanzen: Rücken Sie die Zimmerpflanzen in der dunklen Jahreszeit möglichst nah ans Fenster. Achten Sie bei Einfachverglasungen jedoch darauf, dass die Blätter nicht die Scheibe berühren, sonst können sie in eiskalten Nächten erfrieren.

Anzucht, Aussaat, Vermehrung

Kaltkeimer aussäen: Kaltkeimer oder Frostkeimer müssen im Januar und Februar ausgesät werden, damit die Keimhemmung der Samen noch überwunden wird. Zu den Kaltkeimern gehören viele Gebirgspflanzen wie Enzian, Echinops, Duftveilchen, Bärlauch, Primeln, Iris, Mohn, Phlox, Trollblume, Sonnenhut, Dicentra und Eisenhut. Bei ihnen wird die Keimhemmung des Saatgutes erst durch einen gewissen Kältereiz aufgehoben. Entgegen der landläufig verbreiteten Meinung handelt es sich allerdings nicht um Frostkeimer, denn als Kältereiz reicht in den meisten Fällen eine Kälteperiode mit Temperaturen um bzw. unter 5°C aus.

Gartentipp2014

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